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2013 soll das Jahr der stillen Helden sein und nicht der lauten Trolle

Wo ist der Punkt, als wir Piraten anfingen den Feind in uns zu suchen, anstatt im politischen Gegner? Wo war der Punkt, als wir anfingen in weiten Teilen das zu werden, gegen das wir antraten? Wer mit offenen Augen durch die Partei wandelt würde sie am liebsten wieder verschließen. Politische Ideen wurden durch Eitelkeiten ersetzt und dienen bei vielen als Rechtfertigung gegen alles und jeden zu wettern. Wenn „ihre“ Partei nicht so läuft wie sie es gerne hätten, wird alles in Grund und Boden getrollt. Das geht sehr einfach, soziale Plattformen bieten da ein riesen Battleground und irgend einer springt immer darauf an.

Da gibt es Piraten die in keiner AG mitmachen, aber alles an Anträgen die AG’s einreichen zerpflücken. Es wird nichts unternommen Anträge die evtl. wirklich verbesserungswürdig sind im Vorfeld dahin zu bringen, das sie Konsens finden. Um was geht es ihnen? Aufmerksamkeit oder einfach nur: Was nicht von mir kommt kann nur schlecht sein. Destruktiv und vermeidbar. Denn wir sind etwas schönes: Eine „Mitmachpartei“! Bringt euch ein und helft uns im schwierigen Feld der Politik weiterzukommen.

Dann gibt es die Piraten, die hinter alles und jedem eine Verschwörung sehen. Dem ist nicht mal mit Logik beizukommen, geschweige denn mit Gesprächen, wie schon des öfteren erlebt. Da hilft wohl wirklich nur noch mehr Transparenz und Einbindung in Entscheidungsfindungen um ihnen die Angst zu nehmen.

Hier seien dann noch die erwähnt, die die jeweilig „andere Seite“ damit beschuldigen, die Partei in eine bestimmte Richtung lenken zu wollen. Da gibt es die guten Bayern und die ultralinken Berliner. Angebliche Deutschfeinde, genauso wie die Rechten. Wir sind mal angetreten um zu Einen, für mehr Basisdemokratie und für die Bürger. Aber nicht als Spalter inner- und außerhalb der Partei. Ihr vergiftet unseren Geist, ihr lähmt uns, ihr hinterlasst nur verbrannte Erde. Sucht den Konsens, sucht Gespräche, findet Punkte in denen es Überschneidungen gibt. Wir sind alle in der selben Partei, wir haben Ideale, erinnert euch wieder an sie!

Diese Liste könnte ich ewig weiterführen, doch das mache ich nicht. Denn unsere Partei ist mehr als das. Es ist die Partei der Menschen die etwas bewegen wollen, es auch tun und unsere Säulen sind die uns Tragen. Ich bewundere sie, denn diese Säulen tragen auch alle destruktiven Kräfte und noch viel mehr. Es ist dieser Idealismus der mich Stolz macht ein Teil dieser Partei zu sein. Piraten wie @klausch_th setzen kaum bemerkt fast 24/7 ihre Zeit und Kraft für die Piraten ein. Er hilft Flüchtlingsdemos genauso wie ALG2 Bezieher durch die #Mitläufer. Er hilft Organisieren und macht auch vieles für was sich andere zu schade sind. Er half mir in meiner schwersten Zeit genauso wie anderen Piraten auch. Das alles macht er ohne Nachzudenken, weil er auch an diese Partei glaubt. Ist das nicht wundervoll? Er ist einer von vielen die ohne groß davon zu Reden helfen. Es sind die, die machen. 

Anstatt sich über viele Dinge zu beschweren sollten wir dankbar sein, denn ohne all die wundervollen Piraten die uns zusammenhalten, würde es uns auf Dauer nicht mehr geben, oder zu mindestens nicht in dieser Form.

2013 wird für mich das Jahr, wo ich diese Piraten in den Vordergrund Rücke und sie nach Kräften unterstützen werde. 2013 Soll das Jahr der stillen Helden sein und nicht der lauten Trolle. Denn wir haben viel zu tun dieses Jahr.

 Gebt die Eitelkeiten ab, denkt nicht an Karriere, seid wieder einfach Piraten. Wir sind eine starke Partei wenn wir zusammenstehen. Darum kommt bitte wieder zusammen. Trennt nicht, eint uns.

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Ein Wunsch.

Wenn du die Welt verändern willst, schau in den Spiegel und starte bei dem, den du im Spiegel siehst. Frieden in dir – Frieden in der Welt. 

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr! Der Bundestag wartet auf uns, lasst uns vereint und vor allem geeint alles für unseren Einzug tun.

 

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Feminismus – Aus Sicht eines Schwulen

Es ist schon sehr merkwürdig als Schwuler die Geschlechterkriege zu beobachten. Da wird von Machos gesprochen, von Femnazis, Geschlechtergestapo, von Kreuzügen gegen die Männlichkeit etc. Keiner der beiden Seiten merkt, das sie sich und ihrer Sache auf Dauer schaden. Seit meinem 18 Lebensjahr (heute 41) kämpfe ich für die Gleichberechtigung von Homosexuellen, also denjenigen, die in dieser (heteronormativen) Hierarchie sogar noch tiefer stehen als Heterosexuelle, egal welchen Geschlechts. Wir haben in unserer Sache viel erreicht, an Anerkennung. Bis dahin sind viel Blut, Schweiß und Tränen geflossen. Uns half keine Quote. Uns half es, das wir beharrlich blieben, aufklärten und mit Geduld an die Sache gingen. Aber auch das wir uns wehrten wo es angebracht war.

Trotzdem mache ich und viele andere jeden Tag den Sexismus durch, den Feministinnen anprangern. Sexismus ist etwas verletzendes, demütigendes und zutiefst ehrverletzendes. Denn es trifft einen da, wo man nichts ändern kann. Eine Frau ist eine Frau, ein Schwuler/Lesbe ist was es ist, daran läßt sich nichts ändern. Sie werden in eine Ecke gestellt von sexistischen Männern, die diese Männer selber für die anderen geschaffen haben. Ich habe vor langer Zeit für mich entschlossen das ich nicht in diese Ecke gehöre. Ich für mich suche aus wo ich stehe in der Gesellschaft, denn in der Ecke bin ich gelandet weil ich es zugelassen habe.

Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich angefangen habe in einer Domäne zu Arbeiten, die bis dahin fast ausschließlich von Heteronormativen besetzt war. Als Netzwerkmanager für Großkundennetzwerke. Ich war der einzig Schwule Mann in der Abteilung mit 90 Mitarbeitern und ich machte auch keinen Hehl daraus. Jeden Tag bekam ich Vorurteile mit. Ein Witz hier, ein Dummer Spruch da, immer auf meine Kosten. Es verletzte mich und diesen Ärger schluckte ich jeden Tag runter. Aber ich blieb mir selber treu. Um so mehr ich mit meiner Arbeit überzeugte und in der Firmenhierarchie aufstieg, desto öfter bekam ich diese dummen Kommentare zu hören.

Aber ich bekam auch immer mehr Anerkennung für meine Arbeit. Ich wurde oft zu rate gezogen, auch immer öfter von denjenigen, die dumme Sprüche von sich gaben. Diese Anerkennung hatte ich mir durch Fleiß und Beharrlichkeit erarbeitet. Ich war auf gleicher Augenhöhe angekommen. Plötzlich gab es Situationen, wo flapsig ein Spruch kam und mich Leute in Schutz nahmen, die vor Monaten mich noch selbst Angriffen mit ihrem Sexismus.

Denn sie merkten das es egal war ob ich schwul bin oder heterosexuell, denn meine Leistung war das, von dem alle profitierten.

Aber ich hätte es auch anders machen können. Radikaler, aggressiver, einer dieser Kampfschwuppen werden können. Ich hätte jeden sofort angreifen können bei einem Spruch, zum Vorgesetzten gehen, zum Betriebsrat etc. Ich hätte einen Kreuzzug führen können. Nur, hätte ich damit mehr Verständnis bekommen für mich ganz persönlich, oder hätten die anderen nur den Sexismus weggelassen weil sie eingeschüchtert wurden, aber im Grunde im Kopf nicht anders ticken wie vorher?

Ich habe im nachhinein viele angesprochen in einer ruhigen Minute. Angesprochen darauf was sie von sich gaben und was es in mir bewirkte. Die allermeisten wussten nicht mal was sie verursachten, denn ihr Leben war durch die hetero normative Gesellschaft geprägt worden. Sie wurden selber in Rollen gesteckt, die sie ohne nachzudenken ausfüllten. Viele begriffen allmählich wie bescheuert das eigentlich ist und versuchten an sich zu arbeiten. Sie verdienten meinen Respekt.

Aber es gab auch die Sorte, die einfach nicht lernen wollte, nicht begreifen wollte, ja, sogar einfach bösartig waren. Sie wollten verletzen, sie wollten einen kränken. Was sie am Anfang auch schafften, bis ich begriff, das sie eigentlich die schwächeren waren. Denn ich habe mein Leben lang mit all den Widrigkeiten gelebt, überlebt und mich bis an diesen Punkt gebracht. Ich bin der Stärkere, nicht diese Trolle, die andere verletzen müssen um sich besser zu fühlen. Sie sind diejenigen die arm sind, die sich in eine Ecke stellen und verloren sind, denn wer Sexismus  sät, wird keine Liebe ernten.

Um wieder zurück zum Feminismus zu kommen: Viele machen leider den Fehler sehr aggressiv vorzugehen und letztendlich auf gleicher Augenhöhe wie die Sexisten kein deut besser zu sein. Gleichberechtigung schafft man nicht in dem man nicht besser wird wie die anderen, sondern sich nur angleicht. Auch wenn ich die Wut vollends nachvollziehen kann.

Ich bin immer wieder erschrocken, wenn bestimmte Feministinnen bei grausamen Verbrechen die Todesstrafe fordern, weil der Verbrecher eine unglaublich grausame Tat an einer Frau beging. Macht es sie nicht schlimmer, oder zu mindestens genauso grausam wie die Verbrecher? Es gibt Länder wie der Iran, der Jungen von 15 Jahren öffentlich hängt, bloß weil sie Schwul sind/waren. Gibt es mir das recht diejenigen die daran beteiligt waren auch zu töten? Wenn ich das Fordere was ich anprangere, macht mich das genauso schlecht und ich kann nicht mehr sagen ich vertrete aber die gute Seite.

Wie auch in dem Fall in Indien. Wenn alle beteiligten Vergewaltiger getötet werden, werden dann weniger Frauen vergewaltigt? Werden weniger Frauen zwecks Scheidung mit Benzin übergossen und angesteckt? Nein. Man muss in die Communities, man muss zu den Menschen vordringen, sie Aufklären, Verkrustungen aufbrechen und auch die Frauen stärken und zeigen das sie sich wehren können.

Auch auf der #29c3 gibt/gab es Sexismus. Aber wie viele die sich auf Twitter darüber auskotzen sind zu demjenigen gegangen und haben in Ruhe mit ihm gesprochen, um ihn deutlich zu machen das dass was er von sich gab verletzend ist? Wer das macht, nimmt auch die Person ernst und zeigt ihm, das es OK ist sich zu entschuldigen und in sich zu gehen. Aber aggressiv vorzugehen erzeugt nur eine gegenwehr und stößt eine Spirale an aus der keiner so leicht rauskommt.

Feministinnen haben einen berechtigten Anspruch an die Gesellschaft, als gleichwertiger Teil in dieser anzukommen und anerkannt zu werden. Andere haben diesen Kampf auch geführt und sind auch weitergekommen. Warum schließt man sich nicht zusammen und lernt voneinander? Macht aber nicht die Fehler die andere schon machten, lernt lieber von deren Erfahrungschatz und macht es besser. Bitte.

 

Ich als Schwuler leide auch unter ständigen Sexismus. „Du bist kein „richtiger“ Mann, du bist ja schwul“ ist noch das harmloseste.

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Piraten – Wo schlägt ihr Herz?

Die letzten Wochen waren für mich als Pirat nicht unbedingt leicht. Flügelkämpfe, Antisemitismus Schlachten, Klüngel Vorwürfe, Sippenhaft eines ganzen KV’s etc.

Ja, es ist nicht leicht Pirat zu sein. Oftmals lese ich in Zeitungen, Twitter und Facebook entsetzt, was sich nun wieder ereignet hat. Denn ich weiß, es wird nicht lange dauern und mein Telefon wird klingeln. Das Klingeln derjenigen, die ich dazu brachte uns zu wählen und sie mich nun in Verantwortung nehmen für alles, was bei uns Piraten geschieht. Manchmal erfahre ich erst durch dieses klingeln, dass wieder etwas vorgefallen ist. Diese Augenblicke würde ich am liebsten aus meinem Leben streichen. Früher, ja da hab ich uns verteidigt, reflexartig, ohne zu Denken. Darüber bin ich mittlerweile hinweg, denn ja, wir sind ein verwegener Haufen der immer noch nicht zu seiner Mitte, seinem Konsens gefunden hat.

Ich für mich, weiß einfach nicht mehr ob wir das jemals schaffen werden. Zu unterschiedlich sind die Strömungen in unserer Partei, sie wirken gar zu oft unversöhnlich, sie zerren an unserer Partei wie an einem Wagen und wollen es in ihre Richtung bringen. Diejenigen die einfach machen, sitzen im Wagen und kommen nicht voran. Hilflos dazusitzen, zu sehen durch das Fenster wie zerstritten die Flügel eigentlich sind, ist die größte Schmach.Ich spüre selber Tag täglich, wie die eine oder andere Seite versucht mich von sich zu überzeugen. Ich schaue dem zu und bin sprachlos. Denn ich weiß schon längst wohin ich gehöre.

Ich gehöre zu dem Teil, dem es nicht um Karriere geht, dem Teil, der die ideale der Partei vertritt. Menschenrechte, freie Netze, menschenwürdige Lebensbedingungen, Inklusion und Freiheit des einzelnen.

Doch wo ist das innerhalb der Partei? Ist das links? Mitte? Oben, unten? Denn alle Seiten beanspruchen das für sich. Ich bekomme Intrigen mit, ich bekomme Klüngeln mit, ich bekomme Kriege mit. Verachtung und Hochmut. All das bekomme ich mit, ungewollt, werde aber ein Teil davon weil ich es mitbekomme und verzweifele manchmal an all dem und frage mich des öfteren: Warum bist du eigentlich noch dabei? Weil ich, wie viele auch, noch Hoffnung habe.

Sie gibt mir die Kraft, weiter Pirat zu sein. Es sind die Stillen Piraten die ich bewundere, von denen ich diese Kraft ziehe. Jene die einfach machen, uns am laufen halten und unbeirrt ihren Weg gehen. Es sind weder die im BuVo, noch die anderen „Schreihälse“ die immer und immer wieder zu hören sind, auch wenn es nichts zu sagen gibt. Diejenigen die sich im Mumble aufregen, stundenlang, diskutieren und alles kaputtreden, aber doch nichts für die Partei leisten. Weil sie keine Verantwortung übernehmen wollen. Diejenigen, die auf Twitter alles kaputtreden, alles ins negative ziehen, statt konstruktiv mitzuarbeiten um es besser zu machen.

Ja ich bin es satt diesen Menschen Platz einzuräumen, ihnen zuzuhören. Sie sind Trolle, die  uns immer mehr schwächen, uns die Kraft rauben und uns krank machen. Ich frage mich oft was diese eigentlich bei uns suchen, ich habe da keine Antwort darauf. Aber sie können nur deswegen so agieren, weil wir den Zusammenhalt verloren haben. So können sie uns beeinflussen und ihre Gedanken in uns einpflanzen, wie ein Samen, der, wenn er aufgeht, wie ein Parasit unser Lebenssaft aufsaugt.

Ich hoffe, es wird sich etwas ändern, ich hoffe wir finden alle wieder zusammen. So viele wirklich tolle Menschen in unserer Partei, die ihr Herzblut für uns einsetzen, haben das alles nicht verdient. Es sind die, die ich bewundere, die, denen ich danken will, das sie da sind. Sie sind unser Herz, sie sind unsere Mitte.

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Leidenschaft

Das Leben birgt viele Überraschungen. Die größte ist die eigene Leidenschaft zu entdecken, zu erfahren welche Energie im eigenen Körper steckt. Sich selbst zu entdecken, die eigenen erogenen Zonen zu spüren, sich und seinen Körper zu spüren, setzt viel Leidenschaft frei. Es bringt die Begierde ins Spiel, diese mit Jemandem Teilen zu wollen. Die Wärme zu spüren von einem Körper der meinen berührt, mit geschlossenen Augen auf Entdeckungsreise gehen, jeden Zentimeter der Haut des Anderen zu erfahren, zu spüren, weckt in mir die Leidenschaft.

Mit der Zunge sanft die Haut zu schmecken, fordert mehr Sinne. Den Sex zu riechen, zu spüren, zu schmecken macht ihn erst leidenschaftlich. Wir suchen alle Erfüllung, wir suchen genau diese Art von Leidenschaft, finden sie aber nicht. Denn dazu gehört mehr als nur die sexuelle Handlung, da gehören auch Gefühle zu.
 
Wie kann man Erfüllung finden, wenn die Gefühle nicht dabei sind? Sex ist wichtig, aber es gehört dazu, dass man nicht nur die Handlung sieht. Der Mensch mit dem ich mein Intimstes teilen will, sollte auch Gefühle in mir wecken, auch wenn sie nur für die Dauer des Sexes bestehen. Ich will mich auf etwas Intimes, wenn nicht gar das Intimste einlassen was ich bieten kann: meine Leidenschaft, meine Lust, mich. Viele suchen nicht den Sex. Sie suchen Bestätigung, Liebe, Geborgenheit und denken das sie das beim Sex finden werden. Sie werden schnell feststellen, dass man sie nur benutzt, um die eigene Lust am anderen abzureagieren, sie nur als leere Hülle ansieht an der man sich abreagiert. Wacht auf! Seid ihr selbst! Sucht euch Partner die euch begehren, nicht nur den Körper. Auch wenn es vielleicht nur für eine Stunde ist, es ist eure Stunde und diese darf nicht vergeudet werden.
 
Seid ihr selbst, feiert euch und eure Begierde, eure Leidenschaft. Sucht euch Menschen die euch respektieren und auch eure Wünsche erfüllen.
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Schein? Sein!

Ich will nach meinem Inneren Ich bewertet werden und nicht nach meinem Körper. Ich kann ihn stählen, ihn formen, ihn unnatürlich muskulös machen. Mir Muskeln anzüchten, die ich eigentlich gar nicht brauche, sonst hätte ich sie ja. Stell dich vor einen Spiegel. Nackt. Schaue dich an: Das bist du. Streichle dir über die Stellen, die du nicht magst. Was spürst du? Streichle über eine Stelle, die du magst. Was spürst du? Beides mal dasselbe. Denn beides ist dein Körper. So und nicht anders. Ist es nicht schön, sich selber zu spüren?

Schließe die Augen und alles an dir fühlt sich gleich schön an, der dicke Bauch genauso wie die Orangenhaut, die eine nette Erfindung der Industrie ist, aber von der Natur gewollt. Sie sollen dir Kraft geben bei etwas, das die Industrie dir niemals geben kann: Ein neues Leben zu erschaffen, zu gebären. Ist es nicht wunderbar wie sich die Natur um dich kümmert? Sich dort Gedanken macht, wo du nur Probleme siehst? Und das kostet dich nicht mal was, sondern nur das, was die Gesellschaft und die Industrie von dir wollen.
Innere Schönheit braucht kein Make-up, braucht keine Parfums, keine Kleider, keine Marken. Sie ist immer da und ist größer als alles was du kaufen kannst. Ich finde mich schön, ich liebe meine kleinen Männertittchen, ich liebe meine Fettpolster an der Seite. Ich liebe meinen Po, meinen Rücken, meinen Schwanz, meine Eier. Mir ist es egal wenn es anderen nicht gefällt.
Ich urteile nicht wie eine Frucht nur durchs Aussehen schmeckt. Ich beiße rein und bilde mir mein Urteil.
Wenn sie schmeckt, ist es mir egal wie sie aussieht. Sie schmeckt eben!
Lass dich nicht erpressen, lass dich nicht in eine Form pressen. Sei wie du bist! Wunderbar! LEBE! JETZT!