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LSVD zum #Molligate

Hier eine von vielen Stellungsnahmen bezüglich des #Molligates, diesmal von einem Bundesvorstandsmitglieds des LSVD, nachdem wir uns telefonisch darüber unterhalten haben. Erklärt aus der Sicht CSD/Stonewall. In diesem Gespräch ging es um Gewalt allgemein und vor allem auch das, was vor der russischen Botschaft geschehen ist. Wir hatten eine Woche davor friedlich an gleicher Stelle mit anderen Parteien und Verbänden demonstriert. Mir jetzt eine Lüge vorzuwerfen ist ein Starkes Stück

Lieber Ali,

vielen Dank für das freundliche Gespräch, welches wir gerne bei einer Tasse Tee bei nächster Gelegenheit in Köln weiterführen können. Es würde mich freuen dir die Position des LSVD dahingehend näher bringen zu können.

Der LSVD vertritt hier wie der großteil der Community den friedlichen Protestweg.
Für eine Politisch Nachhaltige Arbeit ist es aus unserer Sicht zwingend Notwendig einen Weg zu beschreiten, der Türen öffnet und diese nicht verschließt. Radikale Protestbewegungen und Aktionen sind mit Sicherheit Medienwirksamer, geraten jedoch sehr schnell in Vergessenheit und haben wenig Boden für fruchtbare Gespräche.

Der LSVD beschreitet diesen friedlichen Protestweg seit 25 Jahren. seit 1972 u.a. als Mitveranstalter des Berliner CSD.
Auch hier finden sich parallelen, so wurde der erste CSD bewusst Christopher Street Liberation Day genannt. Dieser fand ein Jahr nach den Stonewall Aufständen in New York statt. Das Komitee hat bewusst einen anderen Namen als Stonewall gewählt um sich von radikalen und gewalttätigen Demonstrationen zu distanzieren.

Falls du noch Rückfragen hast melde dich sehr gerne.

Mit lieben Grüßen

-Tobias-

Tobias Zimmermann
Bundesvorstand

Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V. (LSVD)